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Geschichte
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Der Musikverein Trachtenkapelle Graz Wetzelsdorf feierte 1999 sein 50-jähriges Gründungsjubiläum. Die Anfänge unseres Vereines liegen aber weiter zurück, hier ein kurzer Abriss unserer Geschichte...
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Die Vorgeschichte
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Die Gründung des Musikvereins geht bereits in das Jahr 1930 zurück, als die "Jungsteirerkapelle" unter Obmann Engelbert Kabelka und Kapellmeister Hans Hofer mit Musikern aus Wetzelsdorf und Eggenberg gegründet wurde. 1938 kam es dann zur Eigenständigkeit der Wetzelsdorfer Musiker, indem die Neugründung der "Feuerwehrkapelle Wetzelsdorf" erfolgte. Leider wurde 1945 mit der Eingemeindung zu "Groß Graz" diese Musikkapelle wiederum aufgelöst und sämtliches Inventar als "Deutsches Eigentum" ohne Entschädigung beschlagnahmt. Der Wunsch nach einem eigenständigen Musikverein bestand aber weiterhin.
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Die 50er
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Am 16.Juli 1949 konnte der Musikverein "Graz Wetzelsdorf" aus der Taufe gehoben werden. Als Vereinsleitung waren Obmann Raimund Kienzl sen. und als Obmann Kapellmeister Franz Kropf tätig. Das erste Probelokal war der Saal des Gasthauses Plattl (später Postamt und jetzt ein Chinarestaurant) in der Steinbergstraße. Nun wurde unter schwierigsten Umständen, durch tatkräftige Unterstützung der gesamten Bevölkerung sowie zahlreicher Gönner der Aufbau zu einem bald anerkannten Klangkörper begonnen. Am 29. April 1951 trat der Musikverein dem Bund der Blasmusik bei.
Schon 1952 war dann anlässlich einer Bandaufnahme des Senders Alpenland die Musikkapelle Graz-Wetzelsdorf in einer Sendung des Blasmusikverbandes zu hören. Im Jahre 1952 wurde auch zum ersten Mal der Tag der Blasmusik durchgeführt. 1953 wurde zur einheitlichen Kleidung der Musiker der Kauf von Hüten und moosgrünen Röcken beschlossen.
Im Jahre 1955 übernahm als Obmann Heinrich Rauch und als Kapellmeister Rudolf Macher die Geschicke des Musikvereins. Es begann wieder ein neues Stadium des Aufbaues, da besonders der Abgang des gesamten Notenarchivs (Eigentum des Kapellmeisters Franz Kropf) eine große Lücke hinterließ. Jedoch durch rege Tätigkeit in der Nachwuchsausbildung und durch die Beliebtheit der Musikkapelle bei der Bevölkerung ging es gemeinsam aufwärts. 1956 erfolgte die Neueinkleidung der Musiker mit heller Bluse, schwarzer Hose und Tellermütze.
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Die 60er
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Besuche bei verschiedenen Blasmusiktreffen, Konzerte, Teilnahme am Wertungsspiel beim Rundfunk (1960) u.a., zeigen das hohe Niveau der Musiker. Im Februar 1967 verließ uns unser Obmann Heinrich Rauch leider für immer. Als neuer Obmann übernahm Maximilian Schwarz die Führung des Musikvereins. Durch seine beispielhafte, aufopfernde Tätigkeit, die ihn als großen Idealisten zum Wohle des Musikvereines erscheinen lässt, wurden große Neuerungen (z.B. Neueinkleidung der Musiker1969) geschaffen.
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Die 70er
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1971 kam es, auch bedingt durch den Ausbau des Gasthauses Timischl, das nach dem Gasthof Plattl das Probelokal stellte, zum notwendigen Probelokalwechsel. Dabei blieb dem Musikverein das Glück treu! Die Leitung des Raiffeisenhofes mit Herrn DI Anton Lenger bot die Möglichkeit im Hause kostenlos die Probe abhalten zu können.
1974 fand das vom Musikverein veranstaltete 1.Herbstkonzert im Raiffeisenhof statt. Es entwickelte sich in den nächsten Jahren zur größten und beliebtesten Veranstaltung bei der Bevölkerung. Im gleichen Jahr wurde auch das 25jährige Bestandsjubiläum in Form eines Bezirksmusiktreffen gefeiert.
1975 trat der bisherige Obmann Maximilian Schwarz aus gesundheitlichen Gründen zurück. Seine Nachfolge trat sein bisheriger Stellvertreter Josef Ofner an.
1977 im Februar legte Kapellmeister Rudolf Macher nach langjähriger, erfolgreicher Tätigkeit seine Kapellmeisterstelle zurück. Er war für alle Musiker stets ein Garant für Kameradschaft, musikalischen Erfolg und Nachwuchsausbildung und war deshalb bei Jung und Alt beliebt und anerkannt.
Seine Nachfolge als Kapellmeister wurde Emil Jakl übertragen. Mit vollem Elan und größtem Engagement wurde an die " Verjüngung " des Klangkörpers herangegangen und die Jugendarbeit intensiviert. Es sollten die musikalisch erfolgreichsten Jahre des Vereins ihren Anfang nehmen.
In den nachfolgenden Jahren erhielten erstmalig mehrere Jungmusiker des Vereins das Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold. Weiters nahmen Jungmusiker des Vereins mit großem Erfolg am Wettbewerb "Spiel in kleinen Gruppen" teil.
1979 wurde die Musikkapelle im Rahmen des Steirischen Blasmusikverbandes im Studio Graz den Hörern vorgestellt. Im Juni desselben Jahres unternahm der Musikverein eine mehrtägige Konzertreise nach Wengen in Südtirol.
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Die 80er
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Beim Wertungsspiel des Bezirkes Graz im Jahre 1980 konnte der Musikverein in der Oberstufe einen "Sehr guten Erfolg" erreichen. Die Konzertreise nach Würzburg und unvergessliche Konzerte im Kurpark in Baden sind nur einige Höhepunkte des dichten Musikprogrammes. Nachdem beim Wertungsspiel in Graz 1982 ein "Erster Rang" in der Oberstufe erreicht werden konnte, wurde mit viel Elan und Eifer an der Produktion einer eigenen Schallplatte mit dem Titel " Tirol 1809 " gearbeitet. Sie wurde ein großer Erfolg und erntete Lob und Anerkennung bei Gönner, Musikern und Freunden der Blasmusik.
1983 übernimmt DI Franz Riebenbauer die Leitung des Raiffeisenhofes und zeigt wie sein Vorgänger ein offenes Herz für die Blasmusik bzw. den Musikverein. Nachdem Emil Jakl die Kapellmeisterstelle leider zurücklegt, übernimmt 1986 Harry Reif die musikalische Leitung des Vereins. 1988 wurde die Musikkapelle als ein Vertreter des Bundeslandes Steiermark zum Blasmusiktreffen nach Wien entsandt - ein unvergessliches Ereignis.
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Die 90er
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1990 reiste der Musikverein zum Internationalen Blasmusiktreffen nach Abbazia/Kroatien. Im gleichen Jahr wurde auch die Trachtenkapelle in Arnas/Osttirol besucht. Anlässlich der Internationalen Alpbacher Kulturwoche wurde der Musikverein 1991 zu einem Konzert nach Tirol eingeladen. Nach einem Konzert 1992 in Sombathely in Ungarn wurde in den nachfolgenden Jahren 1993/94 wieder die Einladung zu dem Internationalen Blasmusiktreffen in Abbazia angenommen. Ab 1995 übernimmt Georg Steiner als Kapellmeister die Geschicke des Musikvereines. Nachwuchsarbeit wurde dringend erforderlich, da die musikalische Stammbesetzung doch bereits im fortgeschrittenen Alter war. Die Vereinsführung fördert diese Jugendarbeit so intensiv, dass einige Jungmusiker im Jubiläumsjahr 1999 voll integriert waren. Im März 1996 schlägt Kom.-Rat Josef Ofner aus gesundheitlichen Gründen den "Herbergsvater" DI Franz Riebenbauer zum neuen Obmannstellvertreter vor. Im Juli dieses Jahres verstarb unser langjähriger, erfolgreicher Obmann, Förderer und Gönner des Musikvereins. Mit tiefer Trauer wurde Abschied genommen und DI Franz Riebenbauer übernahm nun die Vereinsführung.
Die Tätigkeit als Unternehmer und Funktionär bei der Steirischen Handelkammer hat Kom.-Rat Josef Ofner sehr geschickt genützt, um die musikalische Umrahmung von verschiedenen Veranstaltungen der Wirtschaftskammer (z.B. HK-Skirennen, Siegerehrungen und Festakte der HK) " seiner " Musikkapelle zu vermitteln und so als " Vater " der Musik immer wieder unter Freunden zu sein. 1997 übernahm DI Helmut Brandstätter als Kapellmeister die musikalische Leitung.
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Das 3. Jahrtausend
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Die verstärkte Jungmusikerförderung zeigt langsam Wirkung, immer wieder können wir sowohl neue interessierte Musikschüler finden und auch schon fortgeschrittene Schüler als Leistungsträger in die Kapelle einbauen. So könne wir mit immerhin 27 Jugendlichen (unter 24) in das neue Jahrtausend starten, teilweise als aktive Musiker oder als Musikschüler. So haben wir mit unseren jüngsten Schülern einen Probenausflug nach Laßnitzhöhe unternommen und zusammen mit dem Musikverein Liebenau im Sommer 2002 ein Kinderorchester gegründet, mit dem wir einen Probenausflug nach St. Josef in der Weststeiermark unternahmen. Weiters wollen wir unserer Linie treu bleiben, uns verstärkt um zeitgenössische Blasmusikwerke zu bemühen.
Zur Belebung der Kameradschaft habe wir im September 2001 eine Musikerausflug in das Burgenland unternommen und waren unter anderem in der Keramikstadt Stoob mit eindrucksvoller Führung durch eine Keramikfabrik, in Eisenstadt im Schloß Esterhazy mit Matineekonzert von Haydn Brass sowie in Neusiedl mit einer Bootsfahrt über den See. Im Sommer 2002 besuchten wir das Musikertreffen der Trachtenkapelle Laßnitzhöhe anlässlich ihres 50. Geburtstags. Auch das Kinderorchester wächst beständig und so konnte ein Adventkonzert in der Franziskanerkirche absolviert werden.
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